Setting und Ablauf

Ein Konzentrationstraining, Strategietraining oder Lerngymnastik sind bereits ab 8-12 Sitzungen möglich. Das kann allein oder in der Kleingruppe erfolgen.

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Eine Lerntherapie bei Lese-Rechtschreibstörungen oder Rechenstörungen dauert in der Regel 1-2 Jahre. Da Lerntherapie immer individuell auf das Kind abgestimmt ist, kommen nur Einzelsitzungen oder Therapie zu zweit infrage.

Eine traditionelle Lerntherapieeinheit dauert zwischen 45-60 Minuten (je nach Vereinbarung).

Zunächst findet ein Vorgespräch mit den Eltern statt. In diesem Gespräch und anhand eines zusätzlichen Anamnesebogens werden beispielsweise familiäre Strukturen, Entwicklung und Auffälligkeiten des Kindes, Fähigkeiten und Ressourcen, bisherige Gutachten, Diagnosen und Hilfen sowie Ziele und Unterstützungswünsche erfasst. Oft ist noch ein weiteres Gespräch zwischen allen Beteiligten sinnvoll.

Das Erstgespräch findet je nach Alter meistens ohne das Kind statt, damit dieses nicht „entmutigt“ wird. Ein Gespräch mit dem Kind kann aber ebenfalls sinnvoll sein. Die Teilnahme wird individuell entschieden und gegebenenfalls finden 2 Gespräche statt. Planen Sie für das Erstgespräch eine doppelte Sitzungslänge ein.

Danach kommt Ihr Kind ca. 3x zur lerntherapeutischen Diagnostik. Hier werden die visuellen und auditiven Wahrnehmungsfähigkeiten (sehen und hören in Verbindung mit der Lernauffälligkeit), motorische Entwicklungen (einschließlich Sitzhaltung und Graphomotorik/ Handschrift), emotionale und soziale Verhaltensweisen, die mit der Lernstörung zusammenhängen, Konzentrationsfähigkeit, das Gehirnorganisationsprofil, der individuelle Lerntyp und vor allem die Lese- Rechtschreib- oder Rechenleistung erfasst. Auf der Grundlage der lerntherapeutischen Diagnostik wird ein Therapieplan erstellt, der im weiteren Verlauf verändert und angepasst werden muss.

Danach fängt die eigentliche Therapie an. Die Eltern werden in die Therapie einbezogen. Elterngespräche dienen der Rückmeldung des Therapiefortschritts, des Austauschs und der Abstimmung zur Zusammenarbeit. Ein Austausch mit der Lehrkraft ist ebenfalls wünschenswert.

Der Stundenaufbau gliedert sich in verschiedene Einheiten wie Begrüßung/Ankommen, Übungen für einen lernbereiten Zustand, Konzentrations- und Arbeitsphase, Verankerung von Lerninhalten, Entspannungsphase (bei Bedarf), Lernspiel und Abschlussphase. Verhaltenstherapeutische Elemente sind integriert. Es wird mit „positiven Verstärkern“ gearbeitet.

Die Einheiten können variieren. Die Übungen sprechen immer verschiedene Wahrnehmungskanäle an, damit der Lerninhalt optimal verankert und gefestigt werden kann. Weitere Informationen bekommen Sie in der Praxis.