Was ist Lerntherapie?

Lerntherapie ist eine pädagogisch-psychologische Förderung im therapeutischen Setting. Das Hauptziel der „Strukturellen Lerntherapie“ ist es, die negative Lernstruktur in eine positive Struktur umzuwandeln. Leistungs-, Selbstwert- und Verhaltensstörungen spielen in der Lerntherapie als lernhemmende Faktoren eine große Rolle (Betz/ Breuninger 1998, 5).

Anders als bei der Nachhilfe wird nicht nur an schulischen Inhalten gearbeitet, sondern an der „Basis“. Selbstbewusstsein, psychische Stabilität und Lernmotivation stehen im Vordergrund. Symbolisch kann man sich hier einen Baum vorstellen, der erst starke Wurzeln benötigt, damit er die Äste („schulische Leistungen“) tragen kann. LerntherapeutInnen arbeiten ressourcenorientiert und setzen an den Fähigkeiten und Stärken des Kindes an. Somit liegt der Schwerpunkt eher an der positiven Beeinflussung der Ursachen von Lernstörungen als nur an der „oberflächlichen“ Arbeit an Symptomen.

Integrative Lerntherapie „integriert“ unterschiedliche Methoden aus Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Neurolinguistischem Programmieren (NLP), Fachdidaktik, Systemtheorie etc. in einer Therapie und bezieht verschiedene Lerntechniken, Wahrnehmung auf vielfältigen Sinneskanälen sowie Entspannungsmethoden mit ein.

 

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